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Beauty und digitale Technologie: Das perfekte Match?

L’Oréal auf dem Weg zur BeautyTech Company

Technologie verändert die Beauty-Branche derzeit stark. Augmented Reality Services, die auf künstlicher Intelligenz basieren, spielen dabei eine wichtige Rolle. Vor allem in den vergangenen Monaten, in denen das Offline-Einkaufserlebnis eingeschränkt war, haben Technologien Schönheitsprodukte auf eine vollkommen neue Art und Weise erlebbar gemacht. Wir sagen immer, Beauty und digitale Technologien passen perfekt zusammen. Aber warum genau?

Unser Wunsch ist es, Konsumenten die besten Schönheitsservices und -erfahrungen zu bieten. Wir wollen außergewöhnliche und individuelle Kundenerlebnisse schaffen, beispielsweise indem wir Produktempfehlungen geben, die auf den Kunden zugeschnitten sind. Dies gelingt uns mithilfe verschiedener digitaler Angebote, die auf Augmented Reality beruhen. Wir nennen sie „Digital Services“ und meinen damit webbasierte Anwendungen, die es Konsumenten zum Beispiel ermöglichen, Produkte virtuell zu testen, individuelle Produktempfehlungen zu erhalten oder mithilfe von Selfies Analysen der eigenen Haut machen.

Heute sind immer noch bis zu 50% aller Kundinnen unsicher, welche Farbe bei einem Lidschatten oder einem Lippenstift am besten zu ihnen passt. Unsere digitalen Services, wie beispielsweise auf der Website von Lancôme, unterstützen sie bei der Entscheidung. Während hierbei Inspiration und das Testen neuer Looks im Vordergrund stehen, wünschen Konsumente sich beim Thema Hautpflege genaue Analysen der eigenen Haut und individuelle Empfehlungen für Pflegeroutinen und Produkte. Mein HautBerater KI KI von Vichy analysiert anhand eines Selfies die Hautalterungsanzeichen und erstellt daraufhin eine individuell abgestimmte Hautpflege-Routine. Ein weiteres Beispiel ist SkinGenius: Das Online-Tool bestimmt basierend auf künstlicher Intelligenz und einem Foto den gegenwärtigen Zustand der Haut und schlägt zugeschnittene Produkte vor.

Einige unserer Services haben zudem gesundheitliche Aspekte: Der tragbare Sensor mySkinTrackUV von La-Roche-Posay arbeitet in Verbindung mit einem Smartphone und misst die persönliche UV-Belastung, Verschmutzung, Pollenflug sowie Feuchtigkeit. Nicht zuletzt wird das virtuelle Testen von Haarfarben immer interessanter für Konsumenten. Dies ist beispielsweise auf den Websites von L’Oréal Paris und Garnier möglich.

In Deutschland bieten wir mittlerweile 14 Digital Services an. Für die Mehrheit nutzen wir die Technologie von Modiface – einem Startup, das wir 2018 gekauft haben. Mittlerweile verwendet sogar Amazon diese Technologie sowie einige unserer deutschen Handelspartner wie beispielsweise Douglas.

Gerade in den letzten Monaten waren unsere Digital Services von großem Wert. Sie ermöglichten es uns, online mit unseren Konsumenten in den direkten Austausch zu treten, während viele unserer Offline-Verkaufspunkte wie Friseure oder Parfümerien geschlossen waren. Während der Corona-Pandemie haben deutlich mehr Konsumenten unsere Produkte online gekauft. Für uns basiert der Erfolg von E-Commerce dabei vor allem auf zwei Faktoren:

1. Die Visibilität und schnelle Verfügbarkeit von relevanten Produkten

2. Innovative, digitale Services: Unsere Analysen zeigen, dass Digital Services für unsere Konsumenten sehr relevant sind. Heute nutzen sie Modiface auf unseren Kanälen durchschnittlich neun Minuten, um Produkte beispielsweise virtuell zu testen. Vor der Krise waren es nur zwei Minuten. Beauty und digitale Technologien – ein perfektes Match also!

Daher werden wir unsere digitalen Angebote zukünftig weiter ausbauen. Selbstverständlich sind bei all unseren Services alle Verbraucherdaten sicher. Wir informieren stets über den beabsichtigten Nutzungszweck und holen immer die Zustimmung des Verbrauchers ein.